Wohnen
In einem kleinen Dorfteil der Gemeinde Trin Mulin in der Nähe der Rheinschlucht, entstand mit dem Mehrfamilienhaus Porta Pfister ein Neubau, der sich bewusst in die bewaldete, felsige Landschaft der Dorfgemeinschaft einfügt. Die Bauherrschaft wünschte sich einen kompakten Wohnbau, der einerseits den ortstypischen Landschaftscharakter respektiert und andererseits eine klar zeitgenössische Architektursprache zeigt.
Der Baukörper setzt dies über seine Kubatur und Materialisierung um: Eine hinterlüftete Holzfassade aus witterungsbeständiger Lärche ruht auf einem massiven Sockel aus Beton und verankert das Haus optisch in seiner felsigen Umgebung. Wenige, sorgfältig gewählte Materialien sowie feine, zugleich markante Fenstereinfassungen verleihen dem Gebäude einen reduzierten, unaufgeregten Ausdruck, der dem Duktus des modernen Architekturverständnisses folgt, ohne sich von der Dorfstruktur zu lösen.
Ein besonderes Element ist die Dachlandschaft: Das Kupferdach wird von einer ungewöhnlichen Schleppgaube aus Sichtbeton durchstossen, die dem Dachgeschoss einen eigenen Balkon und damit einen deutlichen Zugewinn an Wohnkomfort verschafft. Insgesamt entstanden drei Wohneinheiten, die über das gemeinsame Treppenhaus direkt mit den vier Parkplätzen im Untergeschoss verbunden sind.
Die reduzierte äussere Erscheinung setzt sich konsequent im Innern fort: Eine harte Sichtbetondecke trifft auf einen weichen, edlen Holzdielenboden, während weiss verputzte Wandflächen als neutrale Pufferzone zwischen beiden Materialwelten vermitteln. Grosse Panoramafenster lassen die Landschaft der Graubündner Alpen bis tief in die Wohnräume hineinströmen und machen die Aussicht zum eigentlichen Mittelpunkt jeder Wohnung.
standort
Trin Mulin
planung | Ausführung | bezug
2018 | 2019 | 2020
bauherrschaft
Privat
leistung
Architektur | Baumanagement | Bauleitung
verfahren
Direktauftrag
projektbeteiligte
Fotografie