Casa Gronda

Sanierung und Umbau

Industrie & Gewerbe

Trin wird urkundlich erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt, unter dem Namen «Turunnio»; die überlieferte Bezeichnung «Künges Gut ze Trünsse» verweist auf einen noch älteren Königsbesitz. Über Jahrhunderte bildete die Herrschaft Hohentrins mit Sitz auf dem Felskopf Crap Sogn Barcazi – einer einstigen Wehrkirche, die im hohen Mittelalter zur Feudalburg ausgebaut wurde – das politische Zentrum der Region. Erst am 11. Januar 1616 kaufte sich die Gemeinde für 11’200 Gulden aus dieser Feudalherrschaft los. In diesem geschichtsträchtigen Umfeld, im Ortsteil Trin Mulin an der Via Nova, liess ein Trinser Bürger 1888 anstelle des elterlichen Hauses ein stattliches Wohn- und Geschäftshaus errichten. Über weite Strecken des 20. Jahrhunderts diente das Gebäude unter anderem den Erben der Familie Barcazi – deren Name bis zur alten Burgherrschaft zurückreicht – als Wohnsitz zweier Bauernfamilien.

Im Lauf der Zeit wurde das Haus mehrfach den veränderten Bedürfnissen angepasst: 1998 erfolgte eine umfassende Renovation, 2002 kam der Ausbau des Dachgeschosses zu Büroflächen für das Architekturteam von Gross + Rüegg hinzu. Bei diesen Eingriffen wurde die ursprüngliche Identität des Hauses bewusst bewahrt – Fassade, Fensterteilung und Proportionen des historischen Baus blieben erhalten.

Konstruktiv zeigt sich die Casa Gronda als typischer Bündner Bau der Jahrhundertwende mit massiven Innen- und Aussenwänden. Der umbaute Raum beträgt rund 1’494 m³ über drei Wohngeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss, ergänzt durch ein separates Ökonomiegebäude von 828 m³ auf dem angrenzenden Grundstück. Die unteren Geschosse gliedern sich klassisch in Wohn-, Ess- und Schlafbereiche mit Balkon zur Bergseite, das oberste Geschoss ist heute als zusammenhängende Bürofläche von rund 80 m² nutzbar. Beheizt wird das Haus über eine Erdsondenwärmepumpe.

Mit Wohnhaus, Ökonomiegebäude, zwei Parkplätzen und Umschwung bietet das Ensemble an der Via Nova sowohl wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten als auch Wohnraum auf der Sonnenterrasse oberhalb der Ruinaulta – ein Grundstück, das die lange Siedlungsgeschichte Trins auf kleinem Raum weiterschreibt.

standort

Trin Mulin

bezug

2003

bauherrschaft

Gross & Rüegg Architekten

leistung

Gesamtleistung

verfahren

Direktauftrag

Fotografie

Rüegg Architects

Gondelbahn Laax Larnags Curnius Fassade aus Lärchen Holz Frontansicht
1991
Laax Murschetg
Haus Willi Flims Busshaltestelle mit den zwei Neubauten im Hintergrund
Neubau
2025
Flims Dorf
Avers-Ställe-Avers-Fassade und Blick auf die Avner Berge
2018
Avers
Gewerbehaus Isla 2 Schulein Gesamtaufnahme von dem Gewerbepark
2017
Schluein
Aussenansicht Casa Gronda
Sanierung und Umbau
2002
Trin Mulin
MFH Val Cotschna Fidaz Südseite mit den Terrassen
2012
Fidaz
Bartheke mit Fichteninnenausbau
Erweiterung
2003
Flims Dorf

Unterhaltsstützpunkt IV

Gesamtleistung
Direkt
Trin Mulin
1993
Ansicht Fassade Einstellhalle

Haus Schmid

Gesamtleistung
Direkt
Ilanz
2019
Wohnhaus S Ilanz Luftaufnahme von der Fassade

Gondelbahn Arena Express

Gesamtleistung
Direkt
Flims Dorf
1997
Arena Express Flims Nagens Talstation in Flims

Kindergarten

Bauleitung
Direkt
Flims Dorf
2015
Kindergarten Gemeinde Flims Flims Waldhaus Distanzansicht beide Gebäude

Stenna Unterwerk

Vorprojekt | Bauprojekt
Direkt
Flims Dorf
2021
Unterwerk Stenna Flims Fassade und Blick auf Flims Dorf

Schafstall Pädagogische Hochschule Graubünden

Gesamtleistung
Direkt
Chur
1993
Pädagogische Hochschule Chur Aussenansicht und Blick auf die Stadt

Wohn- und Bürohaus Grischuna

Ausführungsplanung | Baumanagement | Bauleitung
Direkt
Flims Waldhaus
2012
Ansicht von der Strasse

Häuser Jettli

Gesamtleistung
Direkt
Flims Dorf
2021
Haus Jettli Altbau Flims Fassade im Winter

Stein auf Stein. Hand aufs Herz – lerne uns noch besser kennen.

Casa Gronda

Aussenansicht Casa Gronda

Industrie & Gewerbe Trin wird urkundlich erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt, unter dem Namen «Turunnio»; die überlieferte Bezeichnung «Künges Gut ze Trünsse» verweist auf einen noch älteren Königsbesitz. Über Jahrhunderte bildete die Herrschaft Hohentrins mit Sitz auf dem Felskopf Crap Sogn Barcazi – einer einstigen Wehrkirche, die im hohen Mittelalter zur Feudalburg ausgebaut wurde […]

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