Wohnen
Unterhalb des Flimsersteins, mit Blick über die südwestliche Bündner Bergwelt, stand ein Ferienhaus, das seinen baulichen Zenit überschritten hatte. 2014/2015 wurde es durch einen Neubau ersetzt, der unter dem Hofstattrecht realisiert wurde – jenem Bündner Baurecht, das bei Ersatzneubauten die bestehende Nutzung an einem historisch bebauten Standort sichert.
Das neue Einfamilienhaus umfasst drei Schlafzimmer sowie ein offen gestaltetes Wohnzimmer mit Küche, ergänzt durch einen Hobbyraum mit Technikbereich.
Konstruktiv setzt sich das Gebäude aus zwei unterschiedlichen Bauweisen zusammen: Die unteren Geschosse sind massiv ausgeführt, während das Dachgeschoss als Holzkonstruktion aufgesetzt ist. Beheizt wird das Haus über eine Luftwärmepumpe, die auch die Warmwasseraufbereitung übernimmt und damit auf eine ressourcenschonende Haustechnik setzt.
Prägendstes Element ist die Holzfassade: Die Bretter sind in unterschiedlichen Höhen und Tiefen gesetzt und erzeugen dadurch ein reliefartiges Gesamtbild. Ein besonderer glänzender Holzanstrich verstärkt diesen Effekt zusätzlich, indem er die Tiefenwirkung der Fassade je nach Lichteinfall changieren lässt. Im Dachgeschoss öffnen grosse Fensterfronten mit eingebauter Sitzfläche den Blick auf die Bergwelt und sorgen gleichzeitig für viel Tageslicht im Wohnraum. Eine grosszügige Terrasse mit Grillstation erweitert den Wohnraum nach aussen und macht das Haus auch an warmen Sommertagen nutzbar.
Bemerkenswert an diesem Ersatzneubau ist, wie die reliefartige Fassadengestaltung eine an sich einfache Materialwahl – Holzbretter in Lärche oder vergleichbarem Material – zu einem eigenständigen architektonischen Ausdrucksmittel macht, ohne dabei von der zurückhaltenden Bauweise der Umgebung abzuweichen.
standort
Fidaz
planung | Ausführung | bezug
2014 | 2014 | 2015
bauherrschaft
Privat
leistung
Gesamtleistung
verfahren
Direktauftrag
Fotografie
Rüegg Architects